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Heitere Liebesgedichte

  • Autorenbild: Dalibor Truhlar
    Dalibor Truhlar
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Auswahl aus meinem Buch "Lyrisches und Amoratisches"


Autor: Dalibor Truhlar





ewiglich



nicht ab heute

nicht bis morgen

nicht seit gestern

nicht bis dann


nicht von früher

nicht bis später

und schon gar nicht

irgendwann


nicht ab jetzt

und nicht nur manchmal

nicht ab da

und an und von


nicht vom anfang

nicht bis ende

sondern einfach

immer schon





Mit dir



Mit dir

ist alles Sonne

Tag und Licht


Ist alles Gold

und Prunk und Glanz

und Wolken nicht


Mit dir

ist alles neu

Anfang und Beginn


Ist alles Leben

alles Liebe

Ewigkeit und Sinn





Am schönsten



Am schönsten bist du mir am Morgen,

wenn der Schlaf in deinen Augen träumt,

und dein Gesicht ist unverborgen

vom sanften Lächeln zart umsäumt.


Morgensonne, Sommermorgen,

Sonnenmorgen tief in dir,

du bist der Morgen,

meine Schönste,

das Schönste am Morgen

bist du mir.





Wie viele Jahre ist es her?



Es kommt mir vor,

als sei gestern es gewesen,

als mit erstem Kuss

die erste Liebe kam.


Es kommt mir vor,

als sei die Ewigkeit vergangen,

seit ich dich

in meine Arme nahm.


Denn der Kuss ist frisch,

als wär die Liebe jetzt passiert,

und die Umarmung ist so fest,

als hätten wir nie anders existiert.




Frag mich!



Wie du aussiehst?

Toll, wie immer!


Was gibt’s da noch zu sagen …


In deinen Haaren feinster Schimmer,

tausend Farben, zart gewellt,

in deinen Augen funkelnd Leben,

die Unendlichkeit der Welt.


Aus deinem Blick der Anmut edle Ruhe,

auf deinen Lippen Lust in Rot,

dein Gesicht so klar erhaben,

bringt den Dichter schwer in Not.


Und deine Kleidung, ein Erlebnis,

das schon beim Anblick reich belohnt,

die Mischung von Elegance und Raffinesse,

die deine Kurven sanft betont.


Und dein Gang, ein Hauch von Würde,

die Leidenschaften weckt …


Wie du aussiehst?

Toll, wie immer!





Egal wohin



Nimm meine Hand

und komm mit mir,

ich weiß noch nicht wohin.


Sind wir erst dort,

dann freu ich mich,

weil ich mit dir dort bin.





Woher kommt die Liebe?



Ich weiß nicht,

woher sie kommt.


Von deinen Lippen,

wenn sie küssen,

von meinen,

wenn sie deine spüren?


Von deinen Händen,

wenn sie streicheln,

von meinen,

wenn sie deine fühlen?


Aus deinen Augen,

wenn sie schauen,

aus meinen,

wenn sie deine sehen?


Aus deinem Herzen,

das sich schenkt,

aus meinem Herzen,

das sich gibt?


Ich kann es nicht verstehen,

weil die Liebe immer da ist,

weil man immer, immer liebt.


Auch wenn Lippen Lippen nicht begegnen,

auch wenn die Hand die Hand nicht hält,

auch wenn Augen nicht in Augen blicken,

und jeder sein Herz behält.


Ich weiß nicht,

woher die Liebe kommt,

ich weiß nicht,

wohin sie geht,

ich weiß nur,

dass sie für immer

tief in uns besteht.





Immerdauernd



So himmelhell und sternenschön

sind Tag und Nacht, die wir uns sehen


So frühlingsfrisch und zauberzart

ist Jahr um Jahr, die wir bewahrt


So treuetief und friedenfest

ist Ewigkeit und deren Rest





Du



Du bist mein Rom,

auf Italienisch,

von hinten gelesen,

spanisch verstanden.





Ich liebe dich



Ich liebe dich





Anmerkung zum letzten Gedicht:


Ich schrieb das Gedicht "Ich liebe dich", weil ich es für richtig, witzig und als Publikation für originell hielt. Wie wollen wir jemandem sonst sagen, dass wir ihn lieben, als indem wir es ihm sagen? Die drei Worte sind perfekt. Es ist nicht nötig, sie auszuführen, weil es nichts gibt, das über sie hinausführt, sie zu vertiefen, weil sie ihre tiefste Tiefe erreicht haben oder sie auszuschmücken, weil sie wertvoller sind als jeder Schmuck. Abgesehen davon kann ich mir nicht vorstellen, dass sie jemals als eigenes Gedicht offiziell veröffentlicht wurden.


Als das Manuskript aber vom Verlag zurückkam, stand auf der Seite mit diesem Gedicht ein großes Auslassungszeichen. Der Korrektor, der übrigens hervorragend war, hatte es dort gesetzt und dazugeschrieben: Fehlt da etwas? Da wusste ich, dass das Gedicht perfekt war. Auch aus dem Grund, weil ich jetzt immer eine Geschichte zu erzählen habe, wenn ich es vortrage.


Ich empfehle das Gedicht allen Männern, die Gedichte nicht sonderlich mögen. Sogar die Unfähigsten von uns schaffen es, es im Lauf von maximal zwei Tagen auswendig zu lernen und es eignet sich hervorragend, um es der Angebeteten vor dem Schlafengehen vorzutragen. Dreh dich einfach zu ihr und sag: Ich liebe dich. Dann, nach einer kurzen Pause, füg noch leise hinzu: von Dalibor Truhlar. Das wäre besonders nett.









Der Gedichtband "lyrisches und AMORatisches" (102 Seiten) von Dalibor Truhlar (ISNI: 0000 0000 8402 2282) erschien 2012 beim Trauner Verlag Linz (ISBN: 979-8-391-20041-3) und als überarbeitete Auflage im Eigenverlag 2023 (ISBN: 979-8-391-20041-3). Er ist auf Amazon ↗ als Taschenbuch und als E-Book erhältlich, kann auf Google Books ↗ kostenlos gelesen und ist auch auf Zenodo ↗ (10.5281/zenodo.18258400).



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